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Dienstag, 15. September 2015

ALNATURA BALD IN 11.500 EDEKA-MÄRKTEN ERHÄLTLICH

Der namhafte Biohändler Alnatura hat nach dem Verlust des Vertriebspartners dm nun einen neuen, sehr großen Absatzkanal gefunden. Ab Oktober werden bei Edeka zunächst ca. 200 Alnatura Artikel gelistet. Darunter vor allem Lebensmittel und Babyprodukte.
Damit ist die Suche nach einem Ersatz für den Vertriebskanal über die Drogeriemarktkette dm beendet und das zuletzt etwas schwächelnde Geschäft dürfte durch den neuen Partner wieder gestärkt werden. dm hatte entschieden eine eigene Bio-Marke aufzubauen und dafür alnatura aus den Regalen verbannt.
 
Alnatura betreibt 97 eigene Supermärkte. Ein Großteil des Umsatzes erzielt der Biohändler nach Branchenangaben jedoch durch die Zusammenarbeit mit Handelspartnern.
Ganz unglücklich dürfte der Alnatura-Chef Götz Rehn indes nicht sein. Nach dem Verlust von etwas über 1.600 dm-Filialen stehen seine Produkte demnächst in über 11.500 Edeka-Filialen. Das eröffnet neue Möglichkeiten - erhöht aber auch die Abhängigkeit. Dennoch wird Alnatura auch weiterhin expandieren und möchte noch 2015 seinen 100. Markt eröffnen.
Und Edeka macht seiner Eigenmarke "Edeka Bio" durch den neuen Partner im eigenen Regal selbst Konkurrenz. Der Preisdruck könnte dadurch weiter zunehmen.

Die Anforderungen für neue Ladengeschäfte von Alnatura sehen wie folgt aus:
  • ebenerdig mit mind. 8 m Schaufenster-Front
  • 400-800 qm Verkaufsfläche, 120-200 qm Nebenfläche
  • hochfrequente City-Lagen, Nahversorgungs-/Fachmarktzentren, gute Stadtteillagen
  • in deutschen Großstädten ab 40.000 Einwohnern im Kern

Mittwoch, 12. August 2015

DER MODERNSTE MARKT EUROPAS

In der Regel bekommt der Kunde die immer gleichen Supermärkte zu sehen. Gleiche Architektur, gleiches Konzepte, gleiche Warenanordnung. gleiche Parkplätze. Aber es geht auch anders. Was M-Preis in Österreich schon lange macht und für sich als Alleinstellungsmerkmal herausgearbeitet hat - individuelle Architektur - findet sich auch in Deutschland immer häufiger.
Auffällig an dem modernen Edeka-Markt in Nürnberg-Langwasser sind vor allem die Photovoltaik-Aufbauten auf dem Dach. Was Kunden nur teilweise zu sehen bekommen ist die aufwändige Haus- und Umwelttechnik.Vor allem in die Tiefe muss man hierzu schauen. Eine geothermische Anlage sorgt im Vergleich zu einem herkömmlichen Supermarkt für einen um 70 % verringerten Energieverbrauch. Entworfen wurde das Objekt von Sabine Bandlow vom Architekturbüro Horender.
Die künstlerischen Orientierungshilfen im Markt stammen von Hannah Rabenstein, die mit ihrer Liebe zur Typografie dem Markt noch ein i-Tüpfelchen verpasst hat. Sehenswert in der Thomas-Mann-Straße 50.




Donnerstag, 6. August 2015

LEBENSMITTELMÄRKTE IN RÜDESHEIM

 Bei einer üblichen Standortrundfahrt ist uns der Einkaufsschwerpunkt in Rüdesheim aufgefallen. Neben einem Rewe-/Aldi-Koppelstandort findet sich etwas versteckt im angrenzenden Gewerbegebiet auch noch eine in die Jahre gekommene Netto-Filiale. Ob es hier wohl Verlagerungs- bzw. Konzeptanpassungsbedarf gibt? Seit 2000 ist Rewe am Standort vertreten. Mit dem Neubau eines großflächigen Marktes Im Jahr 2011 wurde der ehemalige Supermarkt zum Getränkemarkt. Zu Aldi gibt es eine direkte Überfahrtsmöglichkeit. Die verkehrliche Anbindung beider Märkte liegt Ideal an einer Pendlerstrecke.


Parkplatzanlage Rewe


Ansicht Neubau-Supermarkt


Netto-Standort in Rüdesheim

Donnerstag, 30. Juli 2015

SUPERMÄRKTE MÜSSEN ONLINE-HANDEL NICHT FÜRCHTEN


Trotz großer Innovationsfreude und hoher Investitionsbereitschaft einiger Handelsunternehmen und Start-Ups kaufen die Deutschen nur sehr verhalten ihre Lebensmittel im Internet. Ob dies so bleibt müssen die nächsten Jahre zeigen. Einen interessanten Beitrag hierzu findet man im Marktreport Einzelhandel von Redos und der BBE handelsberatung. Zu erreichen über folgenden Link:


Marktreport Einzelhandel

Einen Kommentar zum Lebensmittelkauf im Internet von EHI-Geschäftsführer Michael Gerling aus dem Jan. 15 erreichen Sie unter:


Kommentar Michael Gerling

Montag, 20. Juli 2015

NIEDERLASSUNGSFREIHEIT IN DER DEUTSCHEN RAUMORDNUNG EINGESCHRÄNKT?

Die im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union verankerten Grund­sätze der Nieder­lassungs- und Dienst­leist­ungs­freiheit sind für die Europäische Kommission zwei der „Grund­frei­heiten“, die von elementarer Bedeutung für das Funktio­nieren des Binnen­marktes sind.
"Der Grund­satz der Nieder­lass­ungs­frei­heit erlaubt einem Wirt­schafts­teil­nehmer (sei es eine natürliche Person oder ein Unter­nehmen), eine wirt­schaft­liche Tätig­keit in stabiler und konti­nuier­licher Art und Weise in einem oder mehreren Mit­glied­staaten zu ver­folgen." So steht es geschrieben.
Einzelhandelserlass NRW


Ob diese Niederlassungsfreiheit in der BRD zu Lasten insbesondere von Handelsunternehmen  eingeschränkt wird, wurde mit einen Mahnschreiben bereits 2009 angezweifelt. Bereits damals ging es um die Genehmigungspraxis für großflächige Einzelhandelsansiedlungen in Deutschland.
Nun liegt der Bundesregierung ein neues Mahnschreiben der EU-Kommission vor. Nach Informationen der Kanzlei Lenz und Johlen stehen vor allem 
- das Kongruenzgebot
- die starren Schwellenwerte für zentrenrelevante Randsortimente und 
- die Differenzierung nach Sortimenten 
 auf dem europarechtlichen Prüfstand.
In Frage gestellt wird zum Einen, ob die Regelungen de LEP in Nordrhein-Westfalen mit der Niederlassungsfreiheit des EU-Vertrages und der EU-Dienstleistungsrichtlinie vereinbar sind. Zum Anderen sind die Regionalpläne in Baden-Württemberg auf Verstöße gegen die Nieder­lassungs- und Dienst­leist­ungs­freiheitzu prüfen.
Link zum Newsletter der Kanzlei Lenz & Johlen.

Mittwoch, 15. Juli 2015

BAUBEGINN ERFOLGT - ALDI UND EDEKA KLEINSCHWARZENLOHE

Nachdem der ehemalige Rewe-Markt in Kleinschwarzenlohe bereits dem Erdboden gleich gemacht wurde, ist nun der in die Jahre gekommene Aldi-Markt an der Reihe. Der Abrissbagger ist bereits vor Ort und die Filiale wird in Ihre Einzelteile zerlegt. 
Die Visualisierung von Kehrbach-Architekten auf dem Bauschild zeigt schön, wie ein moderner Aldi-Markt heute auszusehen hat. Vis-à-vis wird noch ein Vollsortimentmarkt der Edeka-Nordbayern entstehen, der sich ebenfalls bereits im Bau befindet. 
Vermieter sind gut beraten, sich regelmäßig über die konzeptionellen Anforderungen der Betreiber zu informieren. Eine gute Lektüre hierzu ist z.B. die Lebensmittelzeitung.